| Christian-Albrechts-Universität zu Kiel | |
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Gender und Informationstechnologien im Kontext der Virtuellen Internationalen Frauen-Universität |
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Projektleitung Dr. Ursula Pasero Dr. Maren Landschulze MitautorInnen Dr. Ursula Pasero Dr. Maren Landschulze Dipl.-Sowi. Heike Wiesner Dipl.-Psych. Alexander Weber Dipl.-Biol. Carmen Masanneck Dipl.-Sowi. Iris Bockermann Bettina Holst M.A. Laufzeit Oktober 1999 bis Mai 2000 Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ![]() Abstract Der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie internetbasierter Vernetzungsmöglichkeiten stellt den zentralen Bestandteil der Virtuellen Internationalen Frauen-Universität (vifu) dar, die im Anschluss an die Präsenzphase der im Rahmen der EXPO 2000 initiierten Internationalen Frauen-Universität ein virtuelles Netzwerk von Frauen aus über 130 Ländern ermöglichen soll. Die vom BMBF geförderte und durch die Gender Research Group durchgeführte Untersuchung fasst den Forschungstand zusammen und bietet mit der Analyse leitfadengestützter Interviews mit internationalen ExpertInnen sozialwissenschaftlich fundierte Einblicke ins Praxisfeld der Gestaltung von virtuellen Lern- und Lehrumgebungen. Die Auswertung explorierte Fragen nach ethnischen, geschlechts- und kulturspezifischen sowie sozialstrukturellen Bedingungen der Entwicklung von virtuellen Lernumgebungen, die gegenwärtig ein breites "Experimentierfeld" darstellen. Die abgeleiteten Empfehlungen zeigen: Nicht nur "strukturelle" Zugangsbarrieren zur Online-Kommunikation (Unterschiede in Einkommen, Bildung, lokaler Infrastruktur), sondern auch deren bislang unterschätzte Wechselwirkungen mit den Kategorien gender, Ethnie und geografische Herkunft müssen im internationalen Kontext stärker berücksichtigt werden. Eine internetbasierte Kommunikation in elektronischen Netzwerken sollte zudem mit unterschiedlichen Niveaus von Vorwissen und Erwartungen bei den Teilnehmerinnen rechnen und durch intuitiv erfassbare Inhalte, leicht bedienbare Oberflächen, geringe Anforderungen an technische Ressourcen unter Verzicht auf technische Raffinessen und semantische Codes, sowie Wissensvermittlung (Präsenzphase) die Voraussetzungen für möglichst breite Beteiligungschancen und eine "interkulturelle Internetkompetenz" schaffen. Trotz eines erwartbar hohen Entwicklungs- und Betreuungsaufwandes können IKT-gestützte Lernumgebungen die bisherigen Bildungsangebote flexibler gestalten, klassische Fernstudien erweitern und die Institutionalisierung von wissenschaftlichen Netzwerken fördern. Eine breite und nachhaltige Partizipation an IKT-Anwendungen in der Lehre erfordert vor allem eines: ein didaktisches Konzept, das sich über eine stärkere Kooperation der ExpertInnen untereinander sowie eine Evaluation der Erfahrungen aus der vifu erreichen ließe. Projektleitung: Dr. Ursula Pasero Projektleitung und Konzeption: Dr. Maren Landschulze Durchführung: Dipl.-Sowi. Heike Wiesner, Bettina Holst M.A. Mitarbeit: Dipl.-Sowi. Iris Bockermann, Dipl.-Biol. Carmen Masanneck, Dipl.-Psych. Alexander Weber Veröffentlichung zu diesem Projekt Pasero, U./M. Landschulze (Hg.) (2001): Gender und
Informationstechnologien im Kontext der Virtuellen Internationalen Frauen-Universität
(VIFU). In: Historische Sozialforschung 26 (1). S. 4-125. |
Letzte Aktualisierung 01.09.2005 |
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